Blueprint Konferenz zum Schutz der europäischen Wasserressourcen

26 – 27. November 2012, Nikosia, Zypern

Über die Konferenz

 

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) aus dem Jahr 2000 hat eine integrierte Gewässerschutzpolitik in Europa vorangetrieben, welche auf dem Konzept der Bewirtschaftung von Flusseinzugsgebieten basiert. Die WRRL zielt darauf ab, bis 2015 einen guten Status aller europäischen Gewässer zu erreichen.

 

Dennoch, wie der Bericht der Europäischen Umweltagentur „Die Umwelt in Europa: Zustand und Ausblick 2010: Synthesebericht“ herausstellt, scheint die Einhaltung der europäischen Gewässerqualitätsziele aufgrund alter und neuer Herausforderungen ungewiss.

 

Der Blueprint zum Schutz der europäischen Wasserressourcen, der im November 2012 als Mitteilung der Europäischen Kommission veröffentlicht werden soll, wird auf diese Herausforderungen eingehen.

 

Ein langfristiges Ziel des Blueprints zum Schutz der europäischen Wasserressourcen ist, die europäische Wasserpolitik zu verbessern und damit die Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Wasser in ausreichender Menge für eine nachhaltige und gerechte Nutzung zu sichern.

 

Der Blueprint wird zur sogenannten „Prävention und Bereitschaft“ anregen. Dieser Ansatz versucht, eine nachhaltige Balance zwischen Wasserangebot und -nachfrage sicherzustellen und dabei die Bedürfnisse der Menschen sowie der natürlichen Ökosysteme, von denen wir abhängig sind, zu berücksichtigen.

 

Der zeitliche Horizont des Blueprints steht in engem Zusammenhang mit der „EU 2020 Strategie“ und insbesondere mit der „Leitinitiative für ein ressourcenschonendes Europa“. Der Blueprint ist bei dieser Leitinitiative Meilenstein für das Thema Wasser. Dabei liegt der Analyse des Blueprints jedoch ein deutlich längerer Zeithorizont bis 2050 zugrunde. Es wird erwartet, dass der Blueprint die EU Wasserpolitik langfristig beeinflussen wird.

 

 

Die Politikempfehlungen des Blueprints zum Schutz der europäischen Wasserressourcen werden auf den Ergebnissen der folgenden Analysen basieren:

1. Analyse der Bewirtschaftungspläne der Flusseinzugsgebiete nach WRRL, die von den Mitgliedstaaten entwickelt wurden und Informationen darüber geben, wie diese ihr Wassermanagement verbessert haben.

2. Überprüfung der EU Politik bezüglich Wasserknappheit und Dürre einschließlich Maßnahmen zur Steigerung der Wassereffizienz.

3. Bewertung der Verwundbarkeit der Wasserressourcen durch den Klimawandel und durch andere durch den Menschen verursachte Belastungen, wie Urbanisierung und Landnutzung.

4. Ergebnisse des „Fitness Checks“ der EU Süßwasserpolitik, einschließlich einer Lückenanalyse, um die Eignung der aktuellen Rahmenbedingungen zu prüfen.

 

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen, zusammen mit anderen von der Europäischen Kommission oder im Auftrag der Kommission durchgeführten Studien untermauern die Vorschläge des Blueprints zum Schutz der europäischen Wasserressourcen.

Konferenzablauf

Die Blueprint Konferenz zum Schutz der europäischen Wasserressourcen soll eine Plattform für den Austausch und die Diskussion zwischen den verschiedenen Interessensgruppen, Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission zur Umsetzung der Politikvorschläge aus dem Blueprint zum Schutz der europäischen Wasserressourcen bieten.

 

 

Die Konferenz findet vom 26. – 27. November 2012 in Nikosia, Zypern statt und wird gemeinsam von der Europäischen  Kommission und der EU-Präsidentschaft Zyperns organisiert.

 

 

Die Sessions der Konferenz beinhalten Vorträge zu den Hauptthemen des Blueprints zum Schutz der europäischen Wasserressourcen, moderierte Podiumsdiskussionen und Diskussionen mit dem Publikum. Eine Live-Übertragung wird auf der Webseite der Konferenz zur Verfügung stehen.

 

 

Die Blueprint Konferenz zum Schutz der europäischen Wasserressourcen ist ausgerichtet auf 250 TeilnehmerInnen und eine Teilnahme nur mit einer Einladung möglich. Im Rahmen eines Werkvertrags mit der Europäischen Kommission übernimmt das Ecologic Institut die Organisation dieser Veranstaltung.